Feinstaub in der Heizperiode: So schützt du die Luft in deinem Zuhause

PM2,5 in Deutschland: Warum Kaminrauch und Winterwetter die Luft belasten können, was du dagegen tun kannst und welcher Lüftungsfilter für Herbst und Winter infrage kommt.

Wenn es draußen kälter wird, achten wir auf die Wärme im Haus. Aber wie steht es um die Luft? Mit Beginn der Heizperiode lohnt sich ein Blick auf Feinstaub — draußen und in den eigenen vier Wänden. Hier erfährst du, was PM2,5 bedeutet und wie du deine Belastung reduzieren kannst, mit oder ohne Lüftungsanlage.

Dunstige Landschaft bei Grünstadt in Rheinland-Pfalz mit Weinbergen und der A6
Grünstadt, Rheinland-Pfalz: Weinberge bei Grünstadt in Rheinland-Pfalz, A6 und dunstige Stadtlandschaft, 24. Juni 2020. Illustrative Aufnahme, keine Messung der PM2,5-Belastung. Foto: Kevin Ninh Nguyen (kevinng.de), Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Bildinhalt unverändert.

Kaminrauch, Verkehr und stehende Luft

Holzöfen können während der Heizperiode zur Feinstaubbelastung beitragen. Bei winterlichen Inversionswetterlagen sowie in Tal- und Kessellagen können sich Schadstoffe zusätzlich zur Hintergrundbelastung anreichern. Auch Verkehr und andere Quellen spielen eine Rolle. Quelle: Umweltbundesamt

Emissionen + wenig Luftaustausch → Schadstoffe verteilen sich schlechter → Höhere Belastung der Atemluft möglich

Von Stuttgart bis Berlin: Entscheidend ist die Luft vor Ort

Ob im Stuttgarter Talkessel, im Raum München und Nürnberg, im Rhein-Main- oder Ruhrgebiet, in Leipzig, Berlin oder Hamburg: Ein Blick auf die örtlichen Messwerte ist sinnvoll. Die Belastung hängt von Wetter, Emissionsquellen und Standort ab — nicht allein vom Namen der Stadt.

PM2,5 in Deutschland: Jahresmittel 2024

PM2,5-Jahresmittel 2024 – Umweltbundesamt
Farben zeigen die PM2,5-Konzentration in µg/m³. Jahresmittel 2024, keine aktuellen Tageswerte. Ausschnitte der Originalgrafik des Umweltbundesamtes: Karte 2024 und zugehörige Farbskala. Die interpolierte Karte zeigt die großräumige Verteilung und eignet sich nicht zur Beurteilung einzelner Straßen. Quelle und vollständige Zeitreihe: Umweltbundesamt.

Prüfe die Luftqualität in deiner Nähe. Die Luftdaten des Umweltbundesamtes zeigen aktuelle Messwerte und den Luftqualitätsindex. Achte besonders auf Hinweise bei hoher Feinstaubbelastung und bei Rauch in der Nachbarschaft.

Unsichtbare Partikel. Spürbare Folgen für die Gesundheit.

Wie Feinstaub in die Lunge gelangt VON DER LUFT BIS TIEF IN DIE LUNGE Eingeatmete PM2,5 LungenbläschenFeine Partikel gelangen tief in die Lunge.Vereinfachtes Schema; Partikel nicht maßstabsgetreu.
Lunge und AtemwegeAtemwegserkrankungen und Verschlechterung bestehender Beschwerden.
Herz und KreislaufErhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Gehirn und BlutgefäßeDie Belastung ist mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden.

Das Risiko hängt von der Belastung und der individuellen Empfindlichkeit ab. Quelle: WHO.

PM2,5 sind feine Schwebstaubpartikel mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Mikrometern. Sie können tief in die Lunge gelangen. Die Belastung wird mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Kinder, ältere Menschen und Personen mit entsprechenden Vorerkrankungen sind besonders empfindlich. Quelle: WHO

Drei einfache Schritte für die Heizperiode

  1. Luftqualität prüfen. Nutze die UBA-Luftdaten und beachte örtliche Empfehlungen, bevor du längere Aktivitäten im Freien planst.
  2. Belastung im Alltag verringern. Wähle möglichst verkehrsarme Wege. Vermeide Tabakrauch und unnötige Verbrennung in Innenräumen. Wer mit Holz heizt, findet beim Umweltbundesamt Hinweise zum Heizen mit Holz.
  3. Innenraumluft mitdenken. Sorge für ausreichende Lüftung. Bei einer Lüftungsanlage: Filter prüfen. Ohne Anlage kann ein passend dimensionierter Partikelluftreiniger helfen, zusätzlich zur Verringerung innerer Partikelquellen. Praktische Hinweise der WHO

Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung? Zuluftfilter prüfen

Deine Lüftungsanlage führt Außenluft ins Haus. Der Zuluftfilter hilft, Partikel zurückzuhalten, bevor die Luft in die Wohnräume gelangt. Ein sauberer, passender Filter gehört deshalb zur Vorbereitung auf Herbst und Winter.

ISO CoarseGrober Staub und FlusenVor allem für grobe Partikel
ePM10PM10-FraktionBewertete Abscheidung von Partikeln bis 10 µm
ePM2.5PM2,5-FraktionBewertete Abscheidung von Partikeln bis 2,5 µm
ePM1PM1-FraktionBewertete Abscheidung von Partikeln bis 1 µm

Vergrößerte Illustrationen, keine Mikroskopaufnahmen. Die PM-Fraktionen überlappen sich; die Beispiele sind keiner Größenklasse exklusiv zugeordnet. Ganze Pollenkörner können größer als PM10 sein. Entscheidend sind die deklarierte Abscheideleistung und die Gerätekompatibilität.

Wenn dein Gerät dafür ausgelegt ist, ist ein kompatibler F7 / ePM1 60%-Zuluftfilter eine Option für die Abscheidung feiner Partikel. F7 ist die frühere Filterklasse; ePM1 60% bezeichnet die deklarierte Effizienz für die PM1-Fraktion nach ISO 16890. Die Klassen sind nicht pauschal gleichzusetzen.

Warum ZenAero?

Ausgewählte Filter aus EU-Fertigung, präzise Passform und synthetisches Nanofasermaterial. Der Lieferant beschreibt das F7-Nano-Material als mechanisch filtrierend, ohne künstliche elektrostatische Aufladung. Ein guter Sitz begrenzt das Vorbeiströmen am Filter. Auch der Luftwiderstand ist wichtig: Er beeinflusst den Energiebedarf des Ventilators.

Bis zu 80% PM2,5-Abscheidung durch das Material unserer F7-Filter, laut technischen Lieferantendaten. Wie sauber die Luft im gesamten Haus wird, hängt zusätzlich von Einbau, Luftvolumenstrom und inneren Partikelquellen ab.

Drei synthetische Nanofaserschichten scheiden Staub und Ruß im Filtermaterial ab
Schematische Darstellung der dreistufigen Tiefenfiltration. Partikel sind vergrößert und nicht maßstabsgetreu; die Abscheidung erfolgt im gesamten Verbund.

„Ich wohne in einer Gegend, in der mit festen Brennstoffen geheizt wird, und erlebe schlechte Luftqualität selbst. Deshalb nutze ich im Herbst und Winter einen F7 / ePM1 60%-Filter in meiner eigenen kompatiblen Lüftungsanlage.“ — Eine persönliche Notiz von ZenAero

F7-Filter für passende Lüftungsgeräte

Ist dein Gerät dabei? Prüfe die genaue Modellvariante, die Filtermaße und die deklarierte Filterklasse vor der Auswahl.

Anderes Modell? Lüftungsfilter ansehen oder uns dein Gerätemodell nennen — wir helfen dir bei der Auswahl.

Häufige Fragen

Was ist PM2,5?
PM2,5 bezeichnet Schwebstaub mit einem aerodynamischen Durchmesser von bis zu 2,5 Mikrometern. Diese feinen Partikel können tief in die Lunge gelangen. Ihre Belastung wird mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Warum kann die Feinstaubbelastung in der Heizperiode steigen?
Holzöfen und andere Verbrennungsquellen setzen Partikel frei. Bei wenig Wind und Inversionswetterlagen werden Schadstoffe schlechter verteilt. In Tal- und Kessellagen kann sich die Belastung zusätzlich verstärken. Wie hoch sie vor Ort ist, zeigen die aktuellen Messdaten.
Was kann ich ohne Lüftungsanlage tun?
Prüfe die örtliche Luftqualität, passe Wege und Zeiten für Aktivitäten im Freien an und reduziere Partikelquellen im Haus. Ein passend dimensionierter Partikelluftreiniger kann helfen, ersetzt aber keine ausreichende Lüftung.
Welcher Lüftungsfilter eignet sich für Herbst und Winter?
Wenn dein Gerät dafür ausgelegt ist, kommt ein kompatibler F7-Zuluftfilter mit deklarierter ePM1-Effizienz infrage, beispielsweise ePM1 60%. Prüfe Modell, Maße und Einbauposition. F7 und ePM1 stammen aus unterschiedlichen Klassifikationen; es gibt keine pauschale Eins-zu-eins-Umrechnung.
Bedeutet bis zu 80% PM2,5-Abscheidung auch 80% sauberere Luft im ganzen Haus?
Nein. Die Angabe bezieht sich auf das F7-Nano-Filtermaterial laut technischen Lieferantendaten. Das Ergebnis in der Wohnung hängt zusätzlich vom eingebauten Filter, Luftvolumenstrom, Sitz des Filters, Gebäude und inneren Schadstoffquellen ab.